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DATEV-Unternehmermagazin zu unserem Webshop

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Das Unternehmermagazin der DATEV "Trialog" hat Claus Böbel zu seiner Internetvertriebsstrategie interviewt.

INTERNETVERTRIEB

Der fränkische Metzgermeister Claus Böbel erobert das World Wide Web. Mit Ehefrau Monika schafft er die perfekte Verbindung zwischen dem Handel in der virtuellen und in der realen Welt -aber die Basis bleibt der traditionsreiche Familienbetrieb.

STECKBRIEF Claus Böbel Widmet inzwischen ein Drittel seiner Arbeitszeit dem Onlinehandel: Metzger Claus Böbel.
Seit 2009 leiten Claus und Monika Böbel die Metzgerei Böbel im fränkischen Rittersbach in der Nähe von Roth. In der Region hatte der Familienbetrieb da bereits seinen guten Namen. Ursprünglich gründete der Großvater die Metzgerei zusätzlich zu einem Gasthaus und einer Landwirtschaft. In der zweiten Generation konzentrierte sich Willy Böbel dann auf das Geschäft mit dem Fleisch. Sein Sohn Claus wurde Meister und Betriebswirt des Handwerks. Zusammen mit seiner Ehefrau Monika baut er den Betrieb weiter aus und ist seit 1997 auch im Internet aktiv. Inzwischen hat das Unternehmen acht Mitarbeiter. Wie wichtig gerade im Internethandel gut funktionierende Prozesse im Hintergrund sind, erklärt Claus Böbel unter www.trialog-unternehmerblog.de

Sie müssen ja quasi zwei Geschäfte parallel managen: Wie lange standen Sie heute im Laden, und wann haben Sie sich Ihren Dnline-Kunden gewidmet?
Im Betrieb war ich von 4:30 Uhr bis circa 15 Uhr. Ich stehe ja nicht nur hinter der Theke, sondern arbeite auch in der Produktion. Danach habe ich am Computer ungefähr bis 20 Uhr Bestellungen und Anfragen bearbeitet, die online über die Website www.umdieWurst.de hereingekommen sind. Derzeit verbringe ich durchschnittlich zwei Drittel meiner Arbeitszeit im Laden und ein Drittel im Internet, aber die Aufteilung verschiebt sich zunehmend zugunsten des Onlinehandels.
Dann werden Sie also schon in naher Zukunft auf das traditionelle Ladengeschäft verzichten können?
Nein. Erstens mache ich immer noch zwei Drittel des Umsatzes im Laden. Zweitens könnte ich den angestammten Familienbetrieb auch nicht aufgeben, selbst wenn es im Internet besser läuft. Ohne ihn funktioniert das Onlinegeschäft nämlich nicht.

Wie ist das zu verstehen?
Um virtuell erfolgreich zu sein, braucht man -in meiner Branche vielleicht noch mehr als im herkömmlichen Handel - eine unverkennbare Identität. Ich betreibe eine Land-Metzgerei. Die Online-Kunden könnten zu mir in den Laden kommen und sich beraten und bedienen lassen. Auch wenn das nicht alle tatsächlich tun, gibt mir schon diese Möglichkeit sozusagen ein Gesicht in der Masse des Onlinehandels. Also sind auch meine Produkte nicht austauschbar, sondern einzigartig.

Sah Ihr Plan so von Anfang an aus?
Nein. Meinen ersten eigenen Computer habe ich mir mit 28 Jahren gekauft. Vorher hat mich das Internet nicht interessiert. Ich habe das Handwerk des Metzgers gelernt und den Meister gemacht, um den Familienbetrieb mit Stammkundschaft zu übernehmen.

Und warum haben Sie Ihre Meinung dann später doch noch geändert?
Es hat mich gereizt zu sehen, was sich entwickelt, wenn ich Steaks und Wurst über das Internet verkaufe. So ein Onlineshop kostet mich ja lediglich Konsequenz und Ausdauer. Würde ich eine Filiale aufmachen, müsste ich dagegen ein hohes finanzielles Risiko eingehen.

Dennoch ist es ziemlich gewagt, frische Lebensmittel wie etwa Fleischüber das weltweite Netz zu verkaufen.
Mein Motto lautet "einfach machen". Ich glaube, dass jeder gute Ideen hat. Allerdings braucht man auch den Mut, sie zu realisieren. Einiges, was ich ausprobiert habe, ist schiefgegangen. Diese Erfahrungen haben mich aber nicht mehr gekostet, als wenn ich in aufwändige Marktforschungen investiert hätte.

Onlinehandel ist schon etwas anderes als ein stationärer Laden. Wie haben Sie Ihre Prozesse darauf ausgerichtet?
Prozesse müssen grundsätzlich professionell sein. Aber auch hier habe ich einiges ausprobiert, bis alles gut lief. Mit der Verpackung der frischen Ware etwa habe ich drei Jahre experimentiert. Einiges war teuer, anderes nicht effizient genug. Jetzt nutze ich Kartons mit Styropor sowie Kühl- Akkus, das habe ich mir bei einem irischen Fleischversender abgeschaut. Bei meinem Logistiker dagegen war schon der erste Versuch ein Volltreffer. Bei dem bin ich geblieben, weil der auch samstags ohne Aufpreis liefert.

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